WIDERRUF VON KFZ DARLEHEN

Die meisten (Finanzierungs- und Leasing) Verträge diverser Autobanken sind nach unserer Erkenntnis fehlerhaft. Dies führt zu einem sog. „ewigen Widerrufsrecht“ für den Verbraucher. Das heißt, der betroffene Bankkunde kann seinen Darlehens- oder Leasingvertrag auch noch mehrere Jahre nach dem Vertragsschluss widerrufen mit der Folge, dass er alle gezahlten Raten – und sogar die Anzahlung – von der Bank zurückfordern kann. Es liegt auf der Hand, dass sich hieraus bislang ungeahnte wirtschaftliche Vorteile für den Verbraucher ergeben.

Dies ist nicht nur für die Dieselfahrer aufgrund des Abgasskandals interessant. Diesel- und Benzinerfahrzeuge sind von dieser Thematik gleichermaßen betroffen.

Senden Sie uns Ihren Darlehens- bzw. Leasingvertrag per E-Mail an kfz@ppa-kanzlei.de und wir prüfen Ihren Vertrag

vorab kostenlos

auf mögliche Erfolgsaussichten. Rechtsanwalt Andreas H. Paul hat in der Vergangenheit in einer Großkanzlei in Frankfurt am Main bereits unzählige Verbraucherdarlehensverträge im Bereich der Immobilienfinanzierung auf unzulässige Bearbeitungsgebühren und Widerrufsmöglichkeiten überprüft. Da Herr Paul vormals auf Bankenseite tätig war, kennt er das Verhalten und taktische Vorgehen der Banken nur zu gut. Diese Erfahrung ist für die Erreichung einer außergerichtlichen Vergleichsvereinbarung unerlässlich.

Gerne können Sie Herrn Paul auch telefonisch unter 06051 / 533 13 19 kontaktieren und ganz unverbindlich über das Thema sprechen.

Nachfolgend informieren wir Sie über die wichtigsten Fragen im Zusammenhang mit dem Widerruf von KFZ-Finanzierungen (bzw. -Leasing)

‼️ Hier geht es zur kostenlosen Erstprüfung ‼️

Es sind sowohl Darlehensverträge, als auch Leasingverträge im Zeitraum von 2010 bis heute von dieser Thematik betroffen. Bei den Darlehensverträgen ist entscheidend, dass der Darlehensvertrag im Autohaus bzw. beim Verkäufer geschlossen wurde.

Selbst wenn der Darlehens- bzw. Leasingvertrag bereits vollständig erfüllt (also beendet) wurde, können Sie den Vertrag i.d.R. noch widerrufen und die geleisteten Raten zurückfordern. Das Widerrufsrecht ist nur in Ausnahmefällen verwirkt.

Die Widerrufsfrist beginnt erst dann zu laufen, wenn der Darlehens- bzw. Leasinggeber den Kunden ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht belehrt hat und im Darlehens- bzw. Leasingvertrag alle Pflichtangaben nach § 492 Abs. 2 BGB abgedruckt hat – und das sind einige.

Prüft man die Verträge einmal etwas genauer, fällt schnell auf, dass die Banken hier nicht sauber genug gearbeitet haben. Einige der geforderten Pflichtangaben sind (bewusst oder unbewusst) unterblieben oder an falscher Stelle abgedruckt. Dies kommt dem Verbraucher nun zu Gute und er kann sich mit lukrativen Vorteilen von dem Vertrag lösen – und sogar das Auto zurückgeben!

Mögliche Beispiele sind: 

  • Die Bank belehrt widersprüchlich über die im Falle des Widerrufs zu zahlenden Zinsen;
  • Die Angaben zum Kündigungsrecht sind unvollständig;
  • Die Angaben zu einem möglichen Wertersatzanspruch der Bank sind widersprüchlich;
  • Dem Darlehensnehmer wird suggeriert, dass er im Falle des Widerrufs Zinsen zu zahlen habe;
  • Die Angaben zum Verzugszinssatz sind unvollständig oder ungenau.
Der Widerruf bewirkt grundsätzlich, dass sich das Vertragsverhältnis in ein Rückgewährschuldverhältnis umwandelt. Das bedeutet, dass beide Seiten (also Sie und die Bank) das jeweils Erhaltene wieder zurück geben müssen.

Die Bank muss also die Raten und die Anzahlung an den Kunden zurückzahlen (ggf. darf sie die gezahlten Zinsen, die allerdings marginal sind, behalten).

Der Kunde muss im Gegenzug das Auto an die Bank bzw. den Verkäufer zurückgeben. Darüber hinaus ist vom Kunden ggf. Wertersatz- bzw. Nutzungsersatz zu leisten. Ob dies der Fall ist, lässt sich nicht pauschal beantworten und hängt vom jeweiligen Einzelfall ab.

So hat das LG Ravensburg im Jahr 2018 bspw. entschieden, dass der Verbraucher (konkret ging es um ein Darlehen der VW Bank) keinerlei Nutzungsentschädigung für die gefahren Kilometer zu zahlen habe. Der Kunde war somit kostenlos Auto gefahren.

Im Rahmen unserer Vorabprüfung werden wir Sie hierüber entsprechend informieren.

Die Banken weisen den Widerruf grundsätzlich zurück und erkennen die Ansprüche der Kunden nicht an. Dies hat taktische Gründe.

Es ist also wesentlich wahrscheinlicher, dass es im Ergebnis zu einem Vergleich zwischen der Bank und dem Kunden kommt, wonach die Bank zur Abgeltung sämtlicher Ansprüche eine Abfindungszahlung an den Kunden leistet. In diesem Fall müsste der Kunde das Auto nicht an die Bank zurückgeben.

Will der Kunde sich allerdings primär von dem Auto lösen (insbesondere für die Dieselfahrer interessant), dann können die sich aus dem Widerruf ergebenden Ansprüche selbstverständlich auch in vollem Umfang durchgesetzt werden.

Zu einem Vergleich kann der Bankkunde nicht gezwungen werden. Dies ist aber – nach unserer Erfahrung – der häufigste Fall.

Die Vorabprüfung – d.h. die Sichtung und Prüfung Ihrer Vertragsunterlagen – sowie das anschließende Telefonat zur Erörterung des Prüfungsergebnisses sind völlig kostenlos und unverbindlich.

Die Kosten für unsere Beauftragung übernimmt die Verkehrsrechtsschutzversicherung. Sollten Sie derzeit noch über keine Rechtsschutzversicherung verfügen, können Sie – und das sogar rückwirkend – noch eine Versicherung abschließen. Dies ist allerdings nur noch bei sehr wenigen Versicherungen möglich. In einem persönlichen Gespräch klären wir Sie gerne weiter auf.

Ja, es gibt schon zahlreiche Urteile gegen diverse Autobanken. Nachfolgend finden Sie eine Auswahl an wichtiger Entscheidungen zu diesem Thema mit kurzer Beschreibung: 

  • UPDATE am 21.08.2018: Einer Entscheidung aus einem von uns geführten Verfahren vor dem LG Aurich, (Versäumnis-) Urteil vom 21.08.2018, Az. 1 O 632/18 lässt sich entnehmen, dass auch die Finanzierungsverträge der Opel Bank fehlerhaft sind.
  • UPDATE am 21.08.2018: Das Landgericht Stuttgart hat nun die #Mercedes Benz Bank zur Rückabwicklung des Darlehens- und Kaufvertrages verurteilt (Az.: 25 O 73/17)
  • UPDATE am 15.08.2018: Weiteres Hammer-Urteil – diesmal aus Ravensburg (Az.: 2 O 259/17): Die VW Bank wurde nun zur Rücknahme des Fahrzeugs verurteilt mit der Besonderheit, dass der Kläger keinerlei Wertersatz für die Nutzung des Fahrzeugs zahlen musste!
  • UPDATE am 13.08.2018: SENSATIONSURTEIL aus Hamburg: (Urteil vom 29. Juni 2018 – 330 O 145/18) Der Widerruf der BDK-Finanzierung (Bank Deutsches Kreditgewerbe) ging ohne Nutzungsersatzanspruch der Bank durch. De facto ist der Dieselbesitzer sein Fahrzeug umsonst gefahren.
  • UPDATE am 16.07.2018: Auch das LG Paderborn zieht nun mit einem Urteil vom 16.07.2018, Az 3 O 408/17, nach und bestätigt die Rückabwicklungsmöglichkeit einer Kfz-Finanzierung. Immer mehr Gerichte schließen sich nun also dieser Auffassung an.
  • UPDATE am 13.07.2018: Land­gericht Limburg zieht nach: VW Verträge sind und bleiben fehlerhaft! Urteil vom 13.07.2018, Aktenzeichen: 2 O 317/17
  • UPDATE am 14.06.2018: Einer Entscheidung in einem von uns geführten Verfahren vor dem LG Heilbronn (Az. 6 O 151/18) lässt sich entnehmen, dass nahezu jede Kfz-Finanzierung widerrufbar ist.
  • UPDATE am 12.04.2018: Verträge der RCI Bank sind wohl fehlerhaft; das geht aus einem Beschluss des Land­gericht Düssel­dorf, Hinweis vom 12.04.2018, Aktenzeichen: 8 O 296/17 hervor.
  • UPDATE am 22.03.2018: Das Land­gericht Stutt­gart hat die CommerzFinanz GmbH am 22.03.2018 (Aktenzeichen: 14 O 240/1) zur Rücknahme eines Fiat-Fahrzeugs gegen Rückzahlung des Kaufpreises verurteilt (unter Abzug eines geringen Nutzungsersatzanspruchs für die bisher gefahrenen Kilometer). Der Trend in der Rechtsprechung bleibt also weiterhin positiv.
  • UPDATE am 09.02.2018: Auch das Landgericht München I (Urteil vom 09.02.2018, Az. 29 O 14138/17) bestätigt die Widerrufbarkeit der VW-Verträge.
  • UPDATE am 25.01.2018: Der Trend geht weiter! Nun hat auch das Landgericht Ellwangen mit Urteil vom 25.01.2018 (4 O 232/17) die VW Bank zur Rücknahme des Fahrzeugs gegen Rückzahlung aller Raten verurteilt.
  • UPDATE am 05.12.2017: Das Landgericht Berlin (Az. 4 O 150/16) hat nun auch entschieden: Die VW-Verträge können widerrufen werden.
  • UPDATE am 21.11.2017: Das Landgericht Arnsberg (Az. I-2 O 45/17) hat erstmals zu dieser Thematik geurteilt! Die VW – Verträge sind fehlerhaft.
  • Wir werden von Stiftung Warentest als erfolgreiche Anwaltskanzlei im Kampf gegen die Autobanken im Diesel-Skandal empfohlen. Gegen bestimmte Banken (insbes. die Opel Bank GmbH) sind wir Vorreiter.
  • Daneben verfügt Herr Paul über langjährige Erfahrung im Bereich des Widerrufsrechts und hat vor seiner Selbständigkeit Banken in einer internationalen Großkanzlei beraten.
  • Aktuell betreut Herr Paul weit über 400 Fälle. Seine Erfolgsquote spricht für ihn. Von allen bisher erledigten Fällen wurden über 90 % positiv für seine Mandanten beendet.

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Stand der Informationen: Oktober 2018